Home Portfolio Publikationen Presse Ausstellungen Kontakt
 

Willkommen bei Alessandro Botteri Balli

Der aus dem Maggiatal stammende Fotograf, Alessandro Botteri Balli, schuf in nur vier Jahren (1999-2002) ein bemerkenswertes, fotografisches Werk. Er fotografierte in 200 Elektrizitätswerken vom Tessin bis nach Basel, von Graubünden bis Genf, 500 Aussen- und Innenansichten der Gebäude. Sein Werk ist ein von ihm systematisch geplantes Projekt, mit wissenschaftlicher Genauigkeit, poetisch und sensibel.

Architektur-Fotografie zwingt genau hinzuschauen, Formen und Strukturen mit einem anderen Blick zu sehen. Botteri Balli zeigt wenig Beachtetes neu, interpretiert das Motiv.
Piottino wird durch die Perspektive des Fotografen zu einer Kathedrale der Industrialisierung, in deren Innenraum entdeckt er Blumen oder er folgt der weichen Linie der Treppe, die sich als Spirale nach oben windet. Die alte Zentrale von Frasco (Baujahr 1925), die formale Anlage wirkt malerisch. In Birsfelden erinnern kleine Häuser, die sich im Wasser spiegeln, an Fischerhütten. Oder Ackersand zeigt der Fotograf mit zwei unterschiedlichen Blicken. Einfache Gegenstände, etwa ein Schraubenschlüssel, assoziieren die Anwesenheit oder eben Abwesenheit von Menschen. Klosters erinnert an eine Fabrik mit grossen Maschinenräumen.

 

Schlapin wirkt wie eine Kirche auf dem Lande, inmitten von Wiesen und Wald. Alessandro Botteri Balli hebt mit seinem Blick das Einzigartige eines jeden seiner Motive hervor. Er dokumentiert Architektur, die in engem Zusammenhang mit dem Alltag des Menschen stehen.

In einigen Bildern arbeitet der Fotograf mit der Abstraktion, entgegen der Gesetze traditioneller Fotografie von Architektur. In Ova Spin zeigt der Blick durch ein Fenster puristische geometrische Formen, nur eine Zierpflanze ist Zeichen, dass hier Menschen verkehren. Im Treppenhaus von Chandoline spielt er mit den Perspektiven, klare Linien werden zu einem Labyrinth. Wyhlen, die Innenaufnahme zeigt lange dunkle Bänder, die sich mit vom Tageslicht erhellten Rechtecken treffen.

Alessandro Botteri Balli’s Fotografie ist dynamisch und geprägt von seiner eigenen starken Kreativität. Sein Blick ist objektiv, aber er befreit die Industriebauten von ihrer Strenge und von ihrer Funktionalität, er löst sich mit ab von der üblichen Ausdrucksform architektonischer oder industrieller Fotografie.

Giuliana Scimé

AUSSEN

INNEN

c_R-Birsfelden-4

DETAIL